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Gedenken an Erzbischof Wichmann

Es ist genau 1010 Jahre her, da wurde unser Ort erstmals urkundlich erwähnt. Es warThietmar von Merseburg, der den polnischen Fürsten Bolislav verfolgte, der sich hier Land sichern wollte. Der Abgesandte des Erzbistums verfolgte den Fürsten, bis sie in die Nähe von “Jutriboc” kamen und die Verfolgung unterbrachen.                                                            Schnell hatte sich das Erzbistum dieses Gebiet gesichert, eine Burgwurdei errichtet und schon 1174 das Stadtrecht erteilt. Zunächst war die deutsche Stadt auf dem Damm errichtet worden.   Innerhalb der später errichteten Stadtmauer wohnten ja noch die Wenden, die auch wahrscheinlich diese Ansiedlung geschaffen hatten. Die Verwaltung ging vom Burgvogt aus, der in der Burgwardei im jetzigen Schlosspark seinen Sitz hatte.                                           Auch die   Kirche hatte mit der Errichtung unserer Liebfrauenirche, die ebenfalls im Jahre 1174 geweiht wurde, ihr die Verwaltung übertragen und war somit Oberkirche im Jüterboger Gebiet. Das war für uns Anlaß, den Erteiler des Stadtrechts und Förderer unserer Stadt zu würdigen  und haben eine Statue bei SIK- Holz Langenlipsdorf bestellt.                                                  Der Geschäftsführer persönlich, Herr Gust, erschaffte die Statue und am 30. Oktober wurde sie feierlich neben dem Tor zur Liebfrauenkirche enthüllt.

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Dankeschön

Am 20. Oktober hatten wir alle Beteiligten und Sponsoren von unserem Altstadtfest “Tetzel kommt” in den Fuchsbau eingeladen.

Unser Vorsitzender, Jörg Podzuweit, sprach die Dankesworte und gab kund, dass im nächsten Jahr wieder der “Jüterboger Fürstentag” am Samstag, dem 08. September statt finden wird.

Aber an diesem Abend ging es erst mal um einen gemütlichen und entspannten Ausklang von den großen Ereignissen des Reformationsjubiläums.

Wir hoffen und wünschen, dass uns die Sponsoren und Helfer treu bleiben, damit auch 2018 für die Bewohner unserer Stadt und unsere Gäste ein schönes buntes Programm genießen können.

Freuen wir uns auf 2018!

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Tetzel war da

Mit großer Spannung erwarteten wir Tetzel.                                                                                                                         Der Tag rückte immer näher und am 08. September war es dann so weit.         Das Stadtfest begann mit buntem Treiben auf dem Markt.                                  So richtig los ging es aber am Samstag. Tetzel zog mit seinem Troß in Jüterbog ein und wurde von den Bewohnern und Gästen mit Jubel am Dammtor empfangen.CIMG1906

Eas ging dann an dichtem Spalier vorbei zum Markt, wo dann Tetzel seinen Ablaßstand weihte und den Dominikaner- Mönchen das Schreiben der Ablaßbriefe anvertraute.CIMG1923

In einem Streitgespräch mit Thomas Müntzer sinnierten sie über den Ablaß, über die 95 Thesen von Luther und die Reformation.                                Obwohl es zunächst leicht regnete, sammelten sich viele Besucher auf dem Marktplatz. Dann aber, nach 16:00 Uhr wurde es trocken und wärmer und erfreulicherweise füllte sich nicht nur der Marktplatz, sondern auch die vielen Höfe, die wie gewohnt für ihre Besucher geöffnet hatten und jeder dort sein eigenes Programm, Essen und Trinken anbot.                                               So ging es bis Mitternacht friedlich und ausgelassen  zu und wird doch sicher bei vielen in guter Erinnerung bleiben.

Wir bedanken uns noch einmal bei allen Mitwirkenden, bei allen Helfern, den Darstellern von Tetzel und Müntzer und nicht zuletzt bei unseren treuen Besuchern unseres Stadtfestes.

Für uns wird es Ansporn sein, auch im Jahr 2018 wieder unser Stadtfest “Jüterboger Fürstentag” vorzubereiten. Wir freuen uns darauf und wünschen uns natürlich wieder tatkräftige Unterstützung.

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Bei Luthers Hochzeit wieder dabei

Es ist ja schon Tradition und so war es selbstverständich, zum 500. Geburtstag der Reformation in Lutherstadt Wittenberg wieder mit dabei zu sein.                  Über 40 Teilnehmer hatten die Fahrt nach Wittenberg unternommen, um am Festumzug teilzunhemen.                                                                                     Der Umzug war diesmal sehr umfangreich und auch die Zuschauer standen in weit höherer Zahl am Straßenrand und winkten uns zu.                                             Leider war unsere “Stammgaststätte” an dem Tage trotz Anmeldung geschlossen und wir mußten uns in ein Ausweichdomizil begeben. Aber auch das ging und so konnten wir einen erlebnisreichen Tag abschließen.CIMG1530

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Wanderung auf dem Spitzbubenweg

Einmal anders sollte es ausprobiert werden.                                                         Der Fördrverein Kloster Zinna wollte die Wanderung auf dem Spitzbubenweg per Fahrrad vornehmen. Das war das erste Mal, aber auf alle Fälle gelungen.                                                                                                                                   Der Weg war gut befahrbar, auch an den sonst üblichen Sandstellen.    An den bekannten “Blicken” gab es vom Wanderbegleiter Dieter Informationen zu Stadt und Land und auch kleine Anekdoten.                                                                       Zum Schluß wurden die abgestrampelten Kalorien im Fuchsbau wieder aufgefüllt. Es war eine gelungene Wanderung, die allen Spaß gemacht hat.

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Einweihung Gedenkstein

Am 30. April war es endlich so weit. Anschließend an das Aufstellen des Maibaumes gingen wir zum Heilig- Geist- Platz, um die Gedenktafel anläßlich des 400. Jahrestages der Reformation und an Pfarrer Schneidewein einzuweihen. Die Firmen Eisstrahler und Autolackiererei Kniesche unterstützten uns kräftig und renovierten die unleserliche Gedenktafel   unentgeldlich.   Der Stein mit der Tafel wurde vor 100 Jahren vor der Luthereiche aufgestellt. Die gußeiserne Tafel war so rostig, dass die Schrift nicht mehr zu lesen war. Wir sprachen die beiden Firmen an und die Sanierung konnte beginnen.              Bei schönstem Wetter konnte die Tafel im 500. Jahr der Reformation wieder lesbar präsentiert werden.                                                                                                                Wir danken den beiden Firmen für die Unterstützung, aber auch den Tetzelstuben und der Zahnärztin Frau Walpuski für die Hilfestellungen bei der Sanierung, bzw. Einweihung.

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Moal wedder Platt jeredt

Wir hatten am 17. März nach Hohenssefeld in die Gaststätte “Apels Alte Mühle” eingeladen zum Fläming- Platt Abend. Es kamen 34 Interessierte. Den Abend eröffnete Günter Koppehele und er stellte sein neues Buch aus dem Fläming vor ” Im Fläming,Geschichte und Geschichten” Er schreibt dort hauptsächlich in hochdeutsch über die Besiedlung des Landstrichs, über Land und Leute bis ins 21. Jahrhundert.  Ja und dann konnten sich all die Gäste ausprobieren.  Da kam dann so manche Begebenheit aus den Dörfern ans Tageslicht, komisches und auch ernstes, aber hauptsächlich vieles zum Schmunzeln.                         Oft werden wir gefragt, wo man diese Regionalsprache lernen kann. Eigentlich kann man sie nicht wie andere Sprachen lernen. Einen festen Wortschatz in Schriftform gibt es so nicht, es gibt die mündliche Weitergabe.                  Früher wurde in jedem Dorf etwas anders gesprochen und somit ist es schwierig die Worte schriftlich fest zu halten. So heißt z. B. in Heinsdorf der Bauer Pauere, aber in Hohengörsdorf Bure.   Günter Koppehele hat sich über viele Jahre bemüht, all die verschieden gesprochenen Worte schriftlich fest zu halten und es liegt seit 2012 von ihm das Wörterbuch “Die Flämingische Sprache” vor. ier finden wir eine Vielzahl von Wörtern und ihre verschiedene Aussprache. Aber aus allen Dörfern das aufzuschreiben, würde den Rahmen eines Wörterbuches platzen lassen.                                                                      Nun aber zurück zu unserem Abend in Hohenseefeld. Die Zuhörer und aktiven Gäste fanden den Abend gelungen und eine Widerholung gilt als versprochen.

Also denne moal ups Neeje!